Etwa acht Kilometer westlich von Mirow liegt Krümmel Wie die meisten Dörfer ist auch dieser Ort slawischen Ursprugs. Der Name könnte vom altslawischen Wort krome=draußen,weit,fern, abgeleitet sein. Die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes geht auf den 23.November 1237 zurück.Feldmark als Grenze In dem Dokument legt Fürst Nikolaus von Rostock die Grenzen und Scheiden des Klosterbezirkes Dobbertin fest und benannte auch "Crummere" . Ein knappes halbes Jahrhundert später erneuerten Nikolaus von Werle und dessen Söhne diese Festlegung und bezeichneten auch die Feldmark von Crummere als Grenzverlauf. Am 5. Juli 1285 eigneten die Herren N i k o l a u s und Heinrich v o n W e r l e zu Rostock dem Kloster Dobbertin 30 Hufen im Dorfe Tralow, die Heinrich Knuth dem Kloster verkauft hatte. Das Dorf Tralow ist untergegangen, seine Feldmark mit der von Lärz (südöstlich von Roebel) vereinigt worden, sein Name lebt im Tralowsee fort, einer östlichen Bucht der Müritz, eine Stunde von Krümmel. Das märkische Vasallengeschlecht der Kerberge aus der nähe von Pritzwalk war schon sehr früh im Dorfe seßhaft,nachweislich ab 1370-1497 sind sie als erbgesessene Besitzer von Krümmel aufgeführt.Die Familie teilte sich bald in zwei Linien,nämlich die auf Kerberg in der Pritzwalker Gegend und die auf Krümmel,die bald so mächtig war,daß sie sich in Besitzstreitigkeiten mit der Verwandschaft einlassen und diese mit Fehde belegen konnte. Zwei Zweige Anfang des 19. Jahrhunderts bildeten Krümmel,Retzow und Klopzow die Stammgüter dieser Linie, die sich in den schwarzen Zweig auf Krümmel und den weißen Zweig auf Retzow und Klopzow teilte. Irgendwie faßten auch die Rohr im Dorf Fuß und sind 1516 auf Krümmel verzeichnet. Ende jenes Jahrhunderts versuchte sogar Herzog Karl das Gut zu kaufen. In den Jahren 1606-1609 erwarb Christoph Ahrenstorffnach und nach Dorfanteile. Der letzte Kerbergsche Besitz gelangte 1705 an Luetnant Otto von Ahrenstorff,der damit nun ganz Krümmel besaß. 1896 ging das Gut in den Besitz des Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe über. Das Staatshandbuch von Mecklenburg für 1938 gibt Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe als Eigentümer des Lehngutes einschließlich Ichlim & Troja (kein Scherz,auch Mecklenburg hat sein !!!Troja!!!)an. 204 Einwohner lebten damals in der Gemeinde. Ihr Bürgermeister war Paul Volbert. Flüchtlinge im GutshausDas Gutshaus ist ein eingeschossiger Putzbau mit Mittelrisalit und abgewalmtem Satteldach.Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zunächst wie vielerorts hierzulande als Behausung für Flüchtlinge aus dem Osten genutzt. Zu Wohnzwecken dient das Gutshaus auch heute noch.Außerdem hat sich dort eine Gaststätte etabliert. Nach Schlie soll Krümmel vor etwa 100 Jahren ein kleines Gotteshaus besessen haben,in dessen Wetterfahne die Jahreszahl 1734 eingearbeitet worden ist.Angegeben ist ein Skralbau aus Fachwerk mit einem Turm,der eine acteckige Spitze besaß.Das Kirchlein muß einen ungeteilten rechteckigen Innenraum besessen haben, der mit einer flachen Bretterdecke geschlossen war.Auch von den älteren Einwohnern weiß heute niemand mehr, daß einmal eine solche Kirche im Dorf gestanden haben soll.Sicher ist der erwähnte Fachwerkbau auch nicht das erste Gotteshaus in Krümmel gewesen. Anfang des 20.Jahrhunderts dürfte der im Foto abgebildete kleine Skralbau mit seinen neugotischen und barockisierenden Stilelementen entstanden sein. (Quelle unbekannt).Besuchen Sie uns bald in der Mecklenburgischen Seenplatte - Ferienhaus Krümmel -Südliche Müritzregion